Damit Bakterien und Karies keine Chance haben

Fissuren sind die feinen, bis zu fünf Millimeter tiefen Grübchen und Rillen auf den Kauflächen der Backenzähne. An den Fissuren kann Karies entstehen, da sich in ihnen vermehrt Bakterien ansiedeln, die teilweise von der Zahnbürste nur sehr schwer erreichbar sind – besonders, wenn die Grübchen tief sind.
Eine moderne und sichere Methode der Kariesvorbeugung ist die Versiegelung der Fissuren. Dabei werden die Rillen und Grübchen mit Komposit, einer kunststoffähnlichen Substanz, ausgefüllt.
Zunächst werden die Kauflächen gründlich gereinigt und von schädlichen Belägen befreit. Mit einem speziellen Gel werden dann die Areale rund um die Fissuren aufgeraut, um dem Komposit besseren Halt zu geben.
Danach wird das Komposit aufgetragen und mittels Licht gehärtet. Idealer Weise wird die Behandlung mit einer Fluoridierung abgeschlossen.
Fissurenversiegelungen sind für Kinder und Jugendliche vor allem zwischen dem 6. und 14. Lebensjahr ratsam. Die Milchzähne müssen komplett durchgebrochen und die
Schmelzreifungsphase abgeschlossen sein. Die erste Versiegelung sollte also etwa 15 bis 18 Monate nach dem Durchbruch der Zahnkrone erfolgen.
Bei einem hohen Kariesrisiko kann auch eine Fissurenversiegelung der Schneide- und Eckzähne hilfreich sein.
Die Komposit-Schicht nutzt sich sehr langsam ab, so dass die Versiegelung eine sehr langfristige Kariesprophylaxe gewährleistet. Allerdings: Auch nach der Fissurenversiegelung sind eine gründliche Zahnhygiene sowie regelmäßige Nachkontrollen, mindestens zwei Mal jährlich, einzuhalten. Die Erneuerung einer Versiegelung hängt von der Zahnpflege und der Ernährung des Patienten ab. Durchschnittlich sollte sie alle vier Jahre erfolgen.
Ein wichtiger Tipp für Eltern und Jugendliche:
Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres werden die Kosten für eine Versiegelung der Backenzähne von der Krankenkasse übernommen.