
Hier erhalten Sie die wesentlichen Informationen über moderne Methoden des Chairside- oder Power-Bleachings, das wir in unserer Praxis anwenden. Dazu zählen das Home-Bleaching und das Walking-Bleaching. Außerdem finden Sie hier wichtige Hinweise und Tipps, die Sie beim Bleaching beachten sollten.
Dr. med. dent. Stephan C. Kuhlow
Ein strahlend helles Lächeln ist der erste und überzeugendste Ausdruck eines gesunden Gebisses und des körperlichen Wohlbefindens. Die positive Wirkung sauberer, natürlich weißer Zähne ist einzigartig – und heutzutage dank ausgereifter Mittel und Methoden der Ästhetischen Zahnheilkunde ein Traum, den sich jedermann erfüllen kann.
Bleaching heißt, dass einzelne Zähne oder ganze Zahnreihen schonend, aber optisch äußerst eindrucksvoll, aufgehellt werden. Verfärbungen, gleich welcher Ursache sie sind, werden gründlich beseitigt. Die Zähne wirken jung, frisch und kerngesund.
Die meisten Verfärbungen der Zähne sind das Ergebnis verschiedenster äußerer Einflüsse – vor allem aber unseres Ernährungs- und Genussverhaltens: Kaffee, Tee, Rotwein und Tabak hinterlassen winzige, aber hartnäckige Farbpartikel an den Zahnoberflächen.
Die Partikel dringen nach und nach in den Zahnschmelz ein und führen im Laufe der Zeit zu einer sichtbaren, gelblichen oder gar bräunlichen Verfärbung der Zähne. Diese so genannte Altersverfärbung ist also das Resultat äußerer physischer Einflüsse und nicht etwa ein Anzeichen für körperliche Alterserscheinungen. Durch äußere Einwirkungen auf den Zahn verursachte Verfärbungen, egal welchen Ursprungs, werden auch als exogene Verfärbungen bezeichnet.
Mitunter können Zahnverfärbungen aber auch im Ergebnis von erforderlichen Wurzelkanalbehandlungen entstehen, wenn bei der Behandlung Blutkörperchen aus dem durchbluteten Nerv in den Dentinkern eindringen. Gleiches gilt für Zähne nach einem Trauma, bei dem es zu einer Mikroruptur des Nerven-Gefäßbündels mit gleicher Symptomatik kommen kann. Die entstehenden Verfärbungen sind gräulich und manchmal auch rötlich.
Weiterhin können auch einige Füllungsmaterialien wie etwa das Amalgam zu Partikel- bzw. Farbstoffeinlagerungen führen, die den Zahn im äußeren Erscheinungsbild dunkel wirken lassen. Das früher als Breitspektrum-Antibiotikum bei Kinderkrankheiten angewendete Tetra- oder Doxycyclin führt außerdem zu massiven Farb- und sogar Formveränderung in verschiedenen Ausprägungsgraden. Durch innere Einwirkungen auf den Zahn verursachte Verfärbungen, egal welchen Ursprungs, werden auch als endogene Verfärbungen bezeichnet.
Darüber hinaus gibt es auch einige Medikamente, die zur dauerhaften Einlagerung von Farbpartikeln im Zahnschmelz führen. So zum Beispiel eisen- und nitrathaltige Präparate sowie Chlorhexidin, das als antibakteriell wirkender Bestandteil in einigen Mundspüllösungen enthalten ist. Deren Anwendung sollte daher zeitlich begrenzt sein.
Beim Bleaching werden die dunklen Farbpigmente der Zähne mit speziellen carbamid- oder wasserstoffperoxidhaltigen Substanzen aufgehellt – ähnlich wie beim Bleichen oder Blondieren der Haare beim Friseur. Je nach Wunsch, angewandtem Verfahren sowie den individuellen anatomischen Voraussetzungen können die Zähne um zwei bis acht Farbstufen aufgehellt werden, wobei das Ergebnis anhand einer Zahnarzt-Farbskala und fotografisch dokumentiert werden kann.
Es gibt verschiedene Bleaching-Verfahren, die ständig weiterentwickelt und perfektioniert werden. In unserer Praxis wenden wir die neuesten und komfortabelsten Techniken nach der Chairside-Methode an – direkt bei uns auf dem Behandlungsstuhl:
Das
Beyound-Bleaching
führen wir im
Chairside-Verfahren
durch, in einer nur etwa einstündigen Sitzung in unserer Praxis. Vor dem Auftragen des Bleichmittels auf die Zähne wird das Zahnfleisch mit einem Spanngummituch oder einem bestimmten Gel abgedeckt, um es zu schützen. Nach dem Auftragen wirkt das Bleichmittel einige Zeit ein.
Mittels eines speziellen Lichtes, erzeugt von der
Beyond-Lampe,
intensivieren wir die Wirkung gezielt an den Stellen, wo es besonders erforderlich ist – bis das gewünschte
Aufhellungs-Ergebnis erreicht ist. Abhängig vom Verfärbungsgrad der Zähne sind gegebenenfalls eine oder wenige weitere Behandlungen erforderlich.
Wie der Name schon sagt, wird das Home-Bleaching zu Hause und nicht direkt am Zahnarztstuhl im Rahmen so genannter Chairside-Bleaching-Methoden durchgeführt. Vom Home-Bleaching in Eigenregie raten wir dringend ab, um Zahnschäden zu vermeiden! Wichtige Voraussetzung hierfür ist nämlich eine gründliche Voruntersuchung durch den Zahnarzt.
Von uns muss geprüft werden, ob Ihre Zähne überhaupt zum Bleaching geeignet sind: freiliegende Zahnhälse, kariöse Zähne, undichte Füllungen oder entzündetes Zahnfleisch sind keine Voraussetzungen für ein erfolgreiches Bleaching, und die im Handel erhältlichen Systeme mit nicht individuellen, konfektionierten Schienen sind als problematisch einzustufen.
Weiterhin sollte vor jeder Bleaching-Maßnahme eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt und die Konzentration des Bleaching-Gels definiert werden.
Für das Home-Bleaching werden in unserer Praxis zunächst zwei Abdrücke genommen, aus denen zwei Modelle resultieren. Ein Zahntechniker blockt dann auf diesen Modellen Areale aus, wo das Bleaching-Gel wirken soll – in der Regel die sichtbaren Flächen der Zähne. Diese ausgeblockten Bereiche oder Depots dienen in der Schiene später der Aufnahme des Bleaching-Gels. An freiliegenden Zahnhälsen etwa soll dieses keinen Kontakt zu den Zähnen haben.
Im so genannten Tiefziehverfahren werden schließlich zwei individuelle Bleaching-Schienen hergestellt, die von uns eingegliedert und kontrolliert werden. Zu Hause werden die Schienen durch den Patienten dann mit Gel befüllt und jeden Tag über mehrere Stunden getragen, am besten nachts.
In regelmäßigen Abständen erfolgt dann eine zahnärztliche Kontrolle der Bleaching-Ergebnisse und eventuell auftretender Nebenwirkungen wie Hypersensibilitäten. Nur auf diese Weise können wir gewährleisten, dass das Home-Bleaching zum gewünschten Aufhellungs-Ergebnis führt und Zahnschäden vermieden werden.
Das Walking-Bleaching ist eine interne Aufhellungstherapie, die bei Verfärbungen devitaler, wurzelgefüllter Zähne – also bei endogenen Verfärbungen – ebenfalls direkt am Zahnarztstuhl im Chairside-Verfahren – zum Einsatz kommt.
Das Bleichmittel wird über ein zur Zunge gerichtetes Eingangsloch in die Zahnkrone eingegeben, und der Zahn wird provisorisch verschlossen. Nach einigen Tagen wird das Aufhellungs-Ergebnis beurteilt und das beschriebene Verfahren gegebenenfalls wiederholt, bis die gewünschte Zahnfarbe erreicht ist. Abschließend wird die provisorische Füllung durch eine dauerhafte Füllung ersetzt.
Die wichtigste Voraussetzung für ein erfolgreiches Bleaching sind professionell gereinigte Zähne – unmittelbar vor dem Bleaching. Nur so kann das Bleaching die besten Ergebnisse erreichen, und wir können erkennen, welche Methode wir anwenden und in welchem Umfang, mit welcher Konzentration des Gels, das Bleichen erfolgen soll.
Die zu erreichende Zahnfarbe sowie jeder Schritt der Behandlung werden genau mit Ihnen besprochen und dokumentiert. Zähne ohne unbehandelte Kariesschäden oder defekte Füllungen sowie gesundes Zahnfleisch sind ebenso wichtig. Bereits kleine Schäden am Zahn können zu einem ungewollten Eindringen des Bleichmittels in den Zahn führen und ihn schädigen statt ihn zu verschönen.
Das Zahnfleisch wird während des Bleachings zwar sorgfältig vor einem Kontakt mit dem Bleichmittel geschützt, es sollte aber ebenfalls keine Erkrankungen aufweisen. Auch neben dem Bleaching ist die Individualprophylaxe somit ein wichtiger Baustein für den Behandlungserfolg.
Nach der Behandlung sollten Sie eine so genannte Bleaching-Diät einlegen und in den nächsten 24 Stunden auf die zu Verfärbungen führenden Nahrungs- und Genussmittel verzichten. Neben Kaffee, Tee, Rotwein und Tabak sollten auch säurehaltige Nahrungsmittel, wie zum Beispiel Obst und Fruchtsäfte, gemieden werden.
Der Bleaching-Effekt kann bei regelmäßiger professioneller Zahnreinigung lange Zeit, manchmal über mehrere Jahre, erhalten bleiben. Bei sehr häufigem Genuss von Kaffee, Tee und Rotwein können sich die Zähne im Laufe der Zeit selbstverständlich auch wieder verfärben. Bei starken Rauchern dunkeln die Zähne allerdings bereits nach einigen Monaten wieder nach.
Gegebenenfalls kann das Bleaching nach längerer Zeit auch wiederholt werden. Bisher liegen keine wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse vor, die bei der richtigen Wahl des Bleaching-Verfahrens, der adäquaten Intensität und der Berücksichtigung der individuellen anatomischen Voraussetzungen einer Wiederholung widersprechen.
Wenn vorher alle Voraussetzungen für das Bleaching erfüllt wurden, ist die Behandlung frei von gesundheitlichen Risiken, und es können auch kaum Nebenwirkungen auftreten.
Vorübergehend könnte es zu einer höheren Empfindlichkeit an den Zähnen, insbesondere an den Zahnhälsen, kommen. In diesem Fall helfen ein Fluorid-Gel, spezielle desensibilisierende Lacke oder Zahnpasten und Mundspüllösungen mit entsprechenden
Inhaltsstoffen.
Als besonderen Service bieten wir unseren Patienten in unserer Praxis die Möglichkeit, sämtliche ästhetische Behandlungsmaßnahmen unter Voll- bzw. Intubationsnarkose, ITN, durchführen zu lassen. Auf diese Weise ist die Behandlung für Sie sehr effektiv, und vor allem Angst- oder Phobiepatienten haben die Option, so zu sagen im Schlaf zu einem wunderschönen Lächeln zu gelangen.
Unsere Zahnärzte und unser Narkoseteam Narkomobilo kooperieren seit vielen Jahren und verfügen mittlerweile über die Erfahrung aus mehreren Tausend Operationen.
Wir hoffen, dass wir Ihnen die wesentlichen Informationen über das Bleaching vermitteln konnten. Für weitere Fragen rund um dieses Thema steht Ihnen unser Praxisteam selbstverständlich gerne zur Verfügung.
Dr. med. dent. Stephan C. Kuhlow